Märchen und Geschichtenzeit...
...Lesungen mit Musik

Der Direktor des "Zirkus-Liberta" liest Geschichten die das Leben Schrieb.

 

Die Tiere und Erlebnisse aus dem Leben verpackt in Geschichten für Kinder und Erwachsene.

 

In seiner lebendigen Lesung lädt Dieter Schetz ein zum Träumen, Zuhören und nachdenklich werden, das gelesene Wort zu begreifen und einfach mal hier zu sein, sich zurückzubesinnen auf eigene Erlebnisse und Gefühle, zu ein paar Stunden ohne Ablenkung von außen, ohne Handy und Termine. Live-Improvisation!

 

Dazu heißt Dieter Schetz als Märchen und Geschichtenerzähler.
Interessierte Zuhörer herzlich willkommen!

 

- Termine nur nach Vereinbarung -

Telefon: 08323 - 800406, Telefax: 08323 - 968277

e-mail: info@zirkus-liberta.de

Bericht aus der MANNHEIMER MORGEN - 15. März 2017 Autor: Ute Bechtel-Wissenbach (ube)

 

"Das Leben ist ein Narrenspiel" (Link)

 

Bezaubert seine kleinen und großen Zuhörer: Der Zirkusdirektor und Geschichtenerzähler Dieter Schetz im Café LeonArt.

Seine kleinen Geschichten und Betrachtungen kreisen um die ewig menschlichen Themen wie Geburt und Tod, Liebe und Freundschaft, Verzweiflung und Hoffnung. Mit viel Sentiment las Dieter Schetz kürzlich im voll besetzten Café LeonArt in Neckarau aus seinen beiden Bänden "Das Leben ist ein Narrenspiel". Sympathisch, frech und unverblümt erzählte er dazu aus seinem abwechslungsreichen Leben als Zirkusdirektor im Allgäu.

 

Früher als Weber, Kellner und medizinischer Bademeister mit eigener Praxis und Angestellten aktiv, ist er inzwischen Bauernhofbesitzer, seit 34 Jahren Direktor von "Liberta", dem kleinsten Zirkus der Welt, Buchautor, Graphologe, Tarotkartenleger und Gesundheitscoach. Ins Café LeonArt kam er nun als Märchen und Geschichtenerzähler. Den Weg nach Mannheim hat er über Barbara Eckert-Stahl gefunden, die drei seiner Bücher illustriert hat und derzeit bei LeonArt ihre Bilder ausstellt. Gerade arbeitet sie an zwei weiteren Veröffentlichungen für ihn.

 

Brokatumhang und Turban

Weit über 50 Kinder mit ihren Eltern sind bereits am Nachmittag zur Märchenstunde da. Im Brokatumhang mit Turban und Schnabelschuhen unterhält Dieter Schetz die Truppe unter anderem mit der Geschichte um den armen Schweinehirten, der die schöne Königstochter gewinnen möchte. Ohne Geld, aber mit Rechenkünsten, den besten Kontakten zum Zauberer und einem magischen Teppich gelingt ihm dieses Vorhaben. Die Beiden büxen aus, bekommen drei, vier Kinder und wenn sie nicht gestorben sind. . .

 

Nebenbei gibt es ein paar Zaubertricks und aus dem Nichts in einer Box taucht plötzlich ein lebendiges Kaninchen auf. Sophia, 10 Jahre, aus Neckarau, die mit ihrer Oma da ist, amüsiert sich blendend und meint: "Mir gefallen die Geschichten, weil sie so fantasievoll sind".

Am Abend lauschen dem 66jährigen Lebenskünstler aus Immenstadt dann ebenso viele Besucher mit nicht weniger einfallsreichen Texten für Erwachsene. Blumig bildreich ist seine Prosa, so etwa bei der Betrachtung über eine langjährige Freundschaft: "... wenn wir über das Eis des Lebens mit unseren Schlittschuhen getanzt sind". Der Appell an mehr Menschlichkeit, Achtsamkeit und Gelassenheit zieht sich durch alle seine Geschichtchen. In "Engel der Zeit" mahnt er dazu, die Zeit als Geschenk anzunehmen, um etwas für sich und auch für andere zu tun. In "Gib mir meinen Teddybär", ruft er die Eltern verstorbener Kinder auf, loszulassen.

Gerne schreibt er auch Nachrufe auf Freunde, die er dann bei der Beerdigung vorträgt. Eine betagte Freundin, die sich immer noch bester Gesundheit erfreut, bat ihn vor einiger Zeit, schon jetzt einen kleinen Text über sie zu formulieren. "Das schreib ich gleich", versicherte er, " dann hast Du auch was davon". "Lasst uns in den Tod tanzen", heißt das Werk. Und nun haben sogar die Zuhörer in Mannheim etwas davon.

Seine Überzeugung nach drei Verlobungen, drei Ehen, drei Kindern und drei Krankheitserfahrungen ist: "Man muss sich keinen Stress machen - nicht im Beruf und nicht im Privatleben. Man muss das machen, was einem Spaß macht". Die Nutzung von Handy und Internet gehört ganz offensichtlich nicht dazu: "Da sitze ich doch lieber in meinem warmen Whirlpools, als am Internet zu hängen".

 

Der Aussteiger, der, wie er selbst sagt, gar keiner ist, sieht sich in der Mitte der Gesellschaft verankert, "ich lasse mich nur nicht zwingen". Er lebt auf seinem 5500 Quadratmeter großen Hof mit Wiesen, Wald und einem Misthaufen, für die insgesamt rund 150 freilaufenden Haustiere: Hühner, Gänse, Enten, Katzen, ein paar Mäusen, Ratten sowie Schweine, Schafe und zwei Esel.

 

Kunststücke mit Tieren

Kunststücke übt er ohne Zwang so mit den Tieren ein, wie sie es zulassen. An rund 35 Tagen im Jahr tritt er mit ihnen auf freier Fläche ohne Einzäunung bei Gemeindefesten, Geburtstagen oder Hochzeiten auf. Er meint: "Die Zuschauer sehen dann das, wozu die Tiere gerade Lust haben. Wenn es klappt, balanciert die Katze auf einem Balken, trägt die Maus auf ihrem Rücken und springt durch einen Reifen. Alle freuen sich, wenn das Kunststück gelingt und wenn nicht, freuen sie sich auch".

Das, was Schetz macht, ist das was ihm gefällt - so wie Geschichten aus dem Leben schreiben, die inne halten lassen und nachdenklich machen, oder mit seinen Tieren auftreten - am liebsten bis zum letzten Atemzug. Nach zwei Stunden sind sich Schetz und seine Zuhörer einig, dass sich der Abend seinem Ende zuneigen sollte und hören noch ein letztes Stück des Duos "Eirisch änd More", das in Normalbesetzung ein Quartett ist, aber auch so wunderbar mit Gitarre, Flöte und Dudelsack die Lesung begleitet hat.

Fantasie - die Sprache der Seele - die Kraft der Worte und Bilder

Sonntag, 12. März 2017
Café LeonArt
, Friedrichstr. 74, 68199 Mannheim

15 Uhr, Märchenzeit  für Kinder
18 Uhr, Geschichtenzeit für Erwachsene und

Musikalische Unterhaltung von "Eirisch änd More"
Signierstunde im Anschluss an die Lesung